Headset für das Home Office – Tipps zur Auswahl

Headset für das Home Office: Seit sich das Home Office zu einem oft genutzten Arbeitsplatz entwickeln konnte, zählen auch die Headsets zu einem regulären Bestandteil der Büroausstattung. Doch die meisten Mitarbeiter sind weder daran gewöhnt, über Kopfhörer und Mikrofon miteinander zu kommunizieren, noch kennen sie Kriterien für die Anschaffung.

Der Beitrag „Headset für das Home Office – Tipps zur Auswahl“ wurde verfasst von:

Stephan Forstmann, Experte für Büroarbeit und Homeoffice bei Büromöbel Experte

In den Beitrag „Headset für das Home Office – Tipps zur Auswahl“ hat Stephan als Autor viel Zeit und Rechercheaufwand investiert und wir hoffen, dass Ihnen der Beitrag weiterhilft.

Im Beitrag „Headset für das Home Office“ ein paar Tipps zusammengestellt, die beim Kauf für Orientierung sorgen und die Auswahl des passenden Headsets erleichtern.

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Headset – worauf achten?

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Headset im Home Office: Mit einer guten Webcam macht die Videotelefonie gleich viel mehr Spaß – das gleiche gilt für Headsets

Zu beachten ist zunächst der Verwendungszweck des Headsets. In welchem Umfeld will man das Headset hauptsächlich einsetzen? Das ruhige Home Office in der privaten Umgebung stellt andere Ansprüche als das agile Großraumbüro.

Viele wollen auch für Online-Konferenzen mit der passenden Hardware ausgestattet sein, andere achten auf eine detailgetreue Wiedergabe, weil sie den Kopfhörer zusätzlich für das private Musikerlebnis nutzen wollen.

Ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Headsets ist die Ausstattung mit einer Kabelverbindung oder mit der Übertragung per Funk.

Vor- und Nachteile kabelgebundener vs. kabelloser Headsets

Bereits seit Langem werden kabellose Headsets angeboten, die meist über Bluetooth verbunden sind. Dieser Standard ist inzwischen auf allen Geräten verfügbar, funktioniert am Smartphone oder PC gleichermaßen und stellt keine besonderen Anforderungen an die Installation.

In aller Regel beträgt die Reichweite der Headsets 10 bis 50 Meter. Dabei spielt es aber eine nicht unwesentliche Rolle, ob sich Sender und Empfänger im selben Raum befinden oder nicht.

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Ein kabelloses Bluetooth Headset für das Home Office.

Andere über Funk verbundene Headsets nutzen unter Umständen den DECT-Standard. Dieser Übertragungsweg ist von Festnetztelefonen her bekannt, etwa bei einem drahtlosen Telefon mit separatem Empfangsteil. Der unbestrittene Vorteil jeder Funkverbindung ist die große Flexibilität des Nutzers. Ob Bluetooth oder DECT – gerade im Home Office zeigt sich die Sinnhaftigkeit dieser Übertragungsmöglichkeiten.

In der heimischen Umgebung können nämlich vorübergehend auch andere Aufgaben auf den Anwender zukommen. Denn hier halten sich auch Partner, Bekannte oder gar der Nachwuchs auf, der vielleicht ganz nebenbei, aber nachdrücklich Aufmerksamkeit verlangt. Dann ist der Heimarbeiter jederzeit in der Lage, kurzfristig sehr unkompliziert auf die Bedürfnisse seines Umfelds zu reagieren. Kabellose Headsets sind in der Qualität von Aufnahme und Wiedergabe den kabelgebundenen Headsets ebenbürtig.

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Ihr einziger Nachteil sind die Batterien bzw. Akkus: Denn die müssen von Zeit zu Zeit aufgeladen werden.

Knistern und Rauschen bei Headsets vermeiden

Die kabelgebundenen Headsets können für sich das Argument verbuchen, dass die Übertragung jederzeit sicher eingerichtet ist. Denn ohne Kabel kommt es doch unter Umständen vor, dass der Signalfluss unterbrochen wird, wenn jemand der Anwesenden den Übertragungsweg kreuzt und unbeabsichtigt einen Funkschatten erzeugt. Bei einer Kabelverbindung sind derartige Störungen ausgeschlossen.

Lästig können allerdings Geräuschentwicklungen werden, die durch schlecht isolierte Stecker oder Buchsen sowie durch mangelhaft abgeschirmte Verbindungen entstehen. Wenn der Nutzer immer wieder am Kabel wackeln muss, um störendes Rauschen oder Kratzen zu unterbinden, kann es mit der Verarbeitung der Komponenten nicht weit her sein. Beim Kauf findet außerdem die Länge des Kabels Beachtung, damit sich der Telearbeiter ausreichend bewegen kann. Eventuell erweitert eine Verlängerung den Aktionsradius. Dann aber erhöht sich durch zusätzliche Anschlüsse (kleine Klinke) wieder die Störanfälligkeit des Systems.

Welche Anschlussmöglichkeiten gibt es für Headsets und woran erkenne ich sie?

Die Anfälligkeit für Störungen der klassischen Verbindungsarten mag auch der Grund sein, warum die aktuellen Headsets vielfach nur noch mit einem USB-Anschluss ausgestattet sind. Sowohl die Wiedergabe als auch die Aufnahme werden über das entsprechende Kabel übertragen, das der User einfach am Endgerät einsteckt. Auch im Audiobereich ist USB für seine Zuverlässigkeit bekannt.

Wer das Headset mit seiner Soundkarte des Computers verbinden will, braucht einen entsprechenden Anschluss, nämlich den 3,5-mm-Klinkenstecker. Entweder ist das Set ab Werk mit der kleinen Klinke ausgestattet, oder es braucht einen passenden Adapter von USB auf Klinke. Aber je nach Qualität der Soundkarte bzw. ihrer Anschlüsse sind Probleme zu erwarten, etwa wenn durch einen mangelhaften Kontakt ein Kanal ausfällt.

Gerade bei Video-Konferenzen kann ein derartiges Problem extrem unbequem werden, weil man einen oder mehrere Gesprächspartner nicht mehr wahrnehmen kann. Bei der Verbindung mit dem Smartphone bleibt außerdem bei einigen Modellen die Suche nach dem passenden Klinkenanschluss ohne positives Ergebnis. Dann ist Bluetooth eine gute Lösung oder ein entsprechender Adapter.

Übrigens ist die Klinkenbuchse klein und kreisrund, der USB-Anschluss aber länglich. Am PC ist letzterer gut erkennbar, der weiße Puffer des Steckers befindet sich immer unten. Außerdem ist das eingestanzte USB-Symbol auf ihm gut erkennbar, das immer nach oben zeigt. Der Mini-USB-Anschluss verlangt wegen seiner reduzierten Dimension unsere volle Aufmerksamkeit und Konzentration. Der Stecker ist an einer Seite glatt, auf der anderen mit Führungsschienen versehen. Gut erkennbar sind die zwei abgeschrägten Ecken, die bei der Verbindung von Stecker und Buchse zueinander passen müssen.

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Woran erkennt man, ob ein Headset eine gute Klang- und Aufnahmequalität hat?

Diese Frage lässt sich kaum eindeutig beantworten. Die Verarbeitung der verwendeten Materialien gibt allerdings einen ersten Hinweis, ob der Hersteller Wert auf Qualität legt. Auch der Verkaufspreis spielt eine wesentliche Rolle, denn minderwertige Komponenten liefern oft eine geringere Bandbreite sowohl bei der Aufnahme über das Mikrofon als auch beim Anhören.

Darüber hinaus ist aber die Hörerfahrung des Anwenders ein wesentlicher Bestandteil der Bewertung. Denn jeder stellt andere Ansprüche, etwa weil der eine viel Musik über Kopfhörer hört, der andere aber noch nie mit derartigen Hörgeräten konfrontiert wurde. Ein allgemeiner Rat lässt sich hier kaum formulieren. Vielmehr hilft das Ausprobieren verschiedener Sets, am besten in der Umgebung, in der das Home Office tatsächlich stattfinden soll. Besonders die Soundkarte am PC ist entscheidend für Transparenz und Dynamik von Aufnahme und Wiedergabe. Bei unbefriedigenden Ergebnissen sorgt eine bessere Klangzentrale durchaus für Besserung.

Beliebte Hersteller, die Headsets anbieten

Headsets im Home Office sind zwar bisweilen mit einigen speziellen Features ausgestattet, aber auch sie verfügen grundsätzlich über ein Mikrofon und die Kopfhörer. Folglich erscheinen unter den angesagten Herstellern auch immer wieder traditionelle Firmen, die schon seit Ewigkeiten die Audio-Technik dominieren.

Bekannte Marken wie Bose oder Sennheiser werden von den Kunden entsprechend häufig nachgefragt, denn ihr Know How stützt sich auf jahrzehntelange Erfahrung und bedient höchste Ansprüche. Andere Hersteller konnten erst in den letzten Jahren Marktanteile für sich gewinnen, wie etwa Creative, Plantronics oder Jabra. Auch Logitech, bekannt durch seine Tastaturen und Computermäuse mit einem überzeugenden Preis-/Leistungsverhältnis, findet sich unter den interessanten Anbietern.

On-, In-, Over-Ear, geschlossen oder offen?

Over-Ear bedeutet, dass die Ohrmuscheln der Höreinheit über beide Ohren ragen. Der Beschäftigte ist von seiner Umgebung somit relativ gut abgeschirmt. Im Büroalltag haben sich jedoch die leichteren Ausführungen bewährt, nämlich die On-Ear-Kopfhörer. Sie sitzen auf dem Ohr und lassen fast alle Außengeräusche durch. Trotzdem können sie eine gute Klangwiedergabe aufweisen.

Der In-Ear-Kopfhörer ist den meisten durch das Handy bekannt. Man steckt die Mini-Lautsprecher tatsächlich in die Ohren hinein, darf sich aber nicht wundern, dass sie nicht immer sicher an Ort und Stelle verbleiben. Bisweilen sind Korrekturen notwendig, nicht gerade eine Empfehlung für lange und anspruchsvolle Online-Sitzungen.

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In Ear Kopfhörer eigenen sich auch für die Videotelefonie, sind aber kein Headset im klassischen Sinn.
Foto: UBER IMAGES / fotolia.com

Ihr Vorteil ist, sie sind sehr klein, beinahe winzig, und deshalb extrem leicht. Viele Nutzer empfinden das Tragegefühl jedoch als eher unangenehm. Weil sie unmittelbar auf dem Gehörgang aufsitzen, schirmen sie die Geräusche der Umgebung extrem gut ab. Selten sind die Geräte mit einer aktiven Rauschunterdrückung (Noise Cancelling) ausgestattet (s.u.).

Der offene Kopfhörer klingt zwar sehr hochwertig und transparent, lässt aber alle Fremdgeräusche beinahe ohne Ausnahme passieren. Und was man selber wahrnimmt, bekommt auch die Umgebung zu hören. Fürs Büro eignet sich deshalb ein geschlossener Kopfhörer, der den Nutzer komplett isoliert.

Active Noise Cancelling

Die aktive Rauschunterdrückung ist besonders im Großraumbüro praktisch, denn so hat der Mitarbeiter auch bei hyperaktiven Kollegen immer seine Ruhe. Das Active Noise Cancelling (ANC) filtert alle störenden Geräusche und Umwelteinflüsse. Übrig bleibt das Wesentliche, nämlich die Ansage des Gegenübers in bester Qualität und Verständlichkeit. Übrigens kann man Headsets mit ANC auch nutzen, um ein glasklares Klangerlebnis zu erhalten, wenn man Musik hört.

Sinnvolle Extras

Bei der Video-Telefonie und besonders bei Konferenzen schafft es der Systemadministrator nicht immer, alle Teilnehmer gleich laut einzustellen. Dann muss der Mitarbeiter in seinem Home Office meist selbst aktiv werden, um den einen rauf- und den anderen runterzuregeln. Wo aber hat dieser Bill Gates nun wieder den Schalter für die Lautstärke untergebracht? Ein mechanischer Regler im Kabel des Headsets verkürzt die Suche erheblich, bei einigen Modellen befinden sich die Ein-/Ausschalter auch unmittelbar an den Hörmuscheln.

Die Qual der Wahl

Primäres Argument bei der Auswahl des Headsets ist der Verwendungszweck. Wer im Home Office viel unterwegs ist, weil er auch andere Aufgaben kurzfristig wahrnimmt, ist mit der kabellosen Variante gut ausgestattet. Soll das Set auch außerhalb der Arbeit für die Musik Verwendung finden, sollte man auf eine gute Klangqualität und auf hochwertige Kopfhörer achten.

Im Büro eignet sich der On-Ear-Kopfhörer besonders gut, ihn gibt es auch mit nur einer Hörmuschel. Das Mikrofon sollte eine sensible Aufnahme ermöglichen, und je größer das Büro, umso sinnvoller ist die aktive Rauschunterdrückung.

Bei wechselnder Nutzung lohnt sich auch der separate Erwerb von Mikrofon und Höreinheit. Der bereits etablierte Kopfhörer findet unter Umständen seine bürokonforme Ergänzung in einem Ansteckmikrofon, wie es bei Fernsehübertragungen öfter gesehen wird. In dieselbe Kategorie gehört das stationäre Mikrofon. Zwar kann die Bedienung der verschiedenen Komponenten etwas umständlich ausfallen, dafür ist aber die Qualität auf beiden Kanälen meist erheblich besser.

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